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Character.AI ist insolvent: Wird die Plattform eingestellt und was passiert mit deinen Chats?

von Maya Renner Maya Renner · Testerin für KI-Begleiter-Apps 11 Min. Lesezeit
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Character.AI Insolvenz 2026: Chapter 11, das Disney-Gebot und was das für Nutzer bedeutet

Das Wichtigste in Kürze

Character.AI läuft weiter. Am 12. Oktober 2026 hat die Muttergesellschaft Character Technologies, Inc. beim US-Insolvenzgericht für den Bezirk Delaware (Aktenzeichen 26-11603) ein Insolvenzverfahren nach Chapter 11, also nach Kapitel 11 des US-Insolvenzrechts, beantragt. So kann sie ihre Vermögenswerte unter Aufsicht des Gerichts verkaufen. Disney hat das Eröffnungsgebot abgegeben: 20 Millionen US-Dollar für eine nicht exklusive, unbefristete Lizenz an einem Teil der Technologie und des geistigen Eigentums des Unternehmens. Außerdem will Disney den Großteil der Belegschaft übernehmen. Die App, die Accounts und die Chats kauft Disney nicht. Findet sich kein anderer Käufer, der die Plattform weiterbetreiben will, wird sie laut Unternehmen eingestellt. Der Verkauf soll Ende November oder Anfang Dezember 2026 abgeschlossen werden (Stellungnahme von Character.AI, CNBC).

Für dich heißt das: Chats und Abos funktionieren heute, für die Zeit nach Dezember gibt es keine Zusage. Ein Datenexport braucht Wochen, bis er ankommt. Wenn dir deine Chats wichtig sind, beantrage ihn also jetzt (Anleitung unten). Dieser Artikel stützt sich auf die Stellungnahme des Unternehmens, die Gerichtsunterlagen und Presseberichte. Wir aktualisieren ihn, sobald sich im Verfahren etwas tut.

Chronik: vom Milliarden-Start-up zu Chapter 11

2021. Zwei ehemalige Google-Forscher, Noam Shazeer und Daniel De Freitas, gründen Character.AI.

2023. Eine Finanzierungsrunde bewertet das Unternehmen mit 1 Milliarde US-Dollar.

August 2024. Google zahlt rund 2,7 Milliarden US-Dollar für eine Lizenz an der Technologie von Character.AI und holt beide Gründer sowie etwa 30 Forschende zurück. Danach trainiert das Unternehmen keine eigenen Modelle mehr und wechselt zu Modellen von Drittanbietern (Trending Topics).

Oktober 2024. Megan Garcia verklagt Character.AI und Google, nachdem sich ihr 14-jähriger Sohn nach monatelangen Gesprächen mit einem Chatbot der Plattform das Leben genommen hat. Weitere Klagen von Familien folgen in Texas, Colorado und New York.

September 2025. Disney schickt wegen seiner Figuren auf der Plattform eine Unterlassungsaufforderung. Character.AI entfernt sie.

November 2025. Nutzer unter 18 verlieren den Zugang zu offenen Chats, Altersprüfungen werden eingeführt.

7. Januar 2026. Character.AI und Google einigen sich auf Vergleiche in den Klagen der Familien in Florida, Colorado, New York und Texas. Keine Seite hat die Bedingungen offengelegt (Reuters via Channels TV). Einen Tag später klagt der Generalstaatsanwalt von Kentucky mit dem Vorwurf, das Unternehmen mache gezielt Jagd auf Kinder (Spectrum News).

Mai 2026. Pennsylvania klagt mit dem Vorwurf, Chatbots hätten sich als approbierte Ärzte ausgegeben (Scripps News).

18. September 2026. Disney ernennt Karandeep Anand, den CEO von Character.AI, zu seinem ersten Chief Technology Officer. Mehrere Ingenieure des Unternehmens sollen ihm folgen (American Bazaar).

12. Oktober 2026. Antrag nach Chapter 11. Colin Adams, der das Unternehmen inzwischen führt, unterzeichnet die First-Day-Erklärung.

14. Oktober 2026. Erste Anhörung vor Richter Brendan Shannon. Generalstaatsanwälte aus 39 Bundesstaaten und Washington, D.C. reichen eine Liste mit Bedingungen für jeden Käufer ein.

Demnächst. Der vorgeschlagene Zeitplan: Gebote bis 20. November, Auktion am 23. November, Anhörung zum Verkauf am 24. November. Disneys Deal muss bis 17. Dezember abgeschlossen sein (PPC Land, laut Gerichtsakte). Das Gericht muss diese Termine noch genehmigen, sie können sich also verschieben.

Chronik von Character.AI von der Gründung 2021 über die Google-Lizenz, die Klagen, das Chatverbot für unter 18-Jährige und den Chapter-11-Antrag im Oktober 2026 bis zur geplanten Auktion im November
Wichtige Termine von 2021 bis Dezember 2026. Die letzten drei sind der vorgeschlagene Verkaufszeitplan.

Was Disney kauft und was nicht

Disney Worldwide Services ist der sogenannte Stalking-Horse-Bieter. Im Insolvenzverfahren heißt das: Sein Angebot setzt die Untergrenze. Bis zur Auktion kann jeder ein höheres oder besseres Gebot abgeben, und Disneys Konditionen sind die Messlatte, die alle anderen übertreffen müssen.

Für 20 Millionen US-Dollar erhält Disney eine nicht exklusive, unbefristete Lizenz an „bestimmtem geistigem Eigentum des Unternehmens“ (Code und Patente, so liest PPC Land die Gerichtsakte) sowie bestimmte Rechtsansprüche. Für begrenzte Zeit erbringt Disney außerdem Übergangsleistungen, die ehemalige Character.AI-Mitarbeitende übernehmen, die Disney eingestellt hat (PPC Land).

Nicht enthalten sind die Character.AI-App, die Website, die Nutzerkonten, die Chatverläufe und die von Nutzern erstellten Charaktere. Bei der Anhörung am 14. Oktober erklärte Erin Fay, Rechtsbeistand des Unternehmens, vor Gericht, Disney habe kein Interesse an Nutzerdaten (Reuters).

Das Wort „nicht exklusiv“ ist hier entscheidend. Character.AI kann dieselbe Technologie auch an andere lizenzieren, und Disney kann einen zweiten Käufer nicht daran hindern, die App zu übernehmen. Für Nutzer lautet die eigentliche Frage also, ob jemand für die Plattform selbst bietet. Stand 14. Oktober hatte das laut dem Rechtsbeistand des Unternehmens niemand getan.

Vor einem Jahr schickte Disney Character.AI noch Anwaltsschreiben wegen nicht lizenzierter Disney-Figuren. In diesem Deal nimmt Disney die Technologie und die Ingenieure mit und lässt das Produkt zurück.

Diagramm des Disney-Gebots: Disney erhält für 20 Millionen US-Dollar eine nicht exklusive Lizenz an Code und Patenten, Rechtsansprüche und den Großteil der Belegschaft; App, Nutzerkonten, Chats und von Nutzern erstellte Charaktere bleiben bei Character.AI und kommen in die Auktion
Was die 20 Millionen US-Dollar laut Gerichtsunterlagen und der Anhörung vom 14. Oktober abdecken.

Warum Character.AI das Geld ausging

Nach eigenen Angaben verlor das Unternehmen vor dem Antrag 8 bis 9 Millionen US-Dollar pro Monat. Als Gründe nennt es Rechtskosten sowie die Preise für Rechenleistung und KI-Fachkräfte (Reuters). Laut der Erklärung des CEO lagen die Werbeeinnahmen im August 2026 bei etwa 2,5 Millionen US-Dollar (PPC Land).

Der Antrag schätzt Vermögen und Verbindlichkeiten auf jeweils 50 bis 100 Millionen US-Dollar, bei 100 bis 199 Gläubigern. Die größte ungesicherte Forderung hat Google mit rund 4,15 Millionen US-Dollar an offenen Rechnungen. Danach folgt die Kanzlei Hogan Lovells mit etwa 2,13 Millionen US-Dollar. Pennsylvania, Kentucky und ein minderjähriger Kläger sind als bestrittene Forderungen aus Rechtsstreitigkeiten ohne Betrag aufgeführt (PPC Land).

Unsere Lesart dieser Zahlen: Nach dem Google-Deal 2024 hörte das Unternehmen auf, eigene Modelle zu entwickeln, und mietete stattdessen fremde. Damit bezahlte es für jede Nachricht, die seine Nutzer schickten. Und die schreiben viel: Laut Reuters verbringt ein aktiver Nutzer im Schnitt zwei Stunden am Tag auf der Plattform. Die Klagen brachten zusätzliche Anwaltskosten, und das Chatverbot für unter 18-Jährige im November 2025 kostete einige der aktivsten Nutzer. Die Gerichtsunterlagen selbst nennen Entwicklungskosten, Rechtsstreitigkeiten und Regulierung als Ursachen.

Drei mögliche Ausgänge

Ein Käufer führt die Plattform weiter. Jemand überbietet Disney für die App und die Nutzerbasis und hält die Seite offen. Character.AI hofft nach eigenen Angaben auf diesen Ausgang. Die Bundesstaaten werden diesen Käufer drängen, ihre Auflagen zu Sicherheit und Datenschutz zu akzeptieren. Selbst im besten Fall kommen also strengere Regeln.

Nur die Lizenz, dann die Abschaltung. Disneys Gebot oder ein höheres Gebot für dieselbe Technologie gewinnt, und niemand übernimmt die App. Für diesen Fall kündigt das Unternehmen in seiner eigenen Mitteilung an, die Plattform abzuwickeln. Die Chats wären weg, bis auf das, was Nutzer exportiert haben.

Ein Käufer übernimmt die App und baut sie um. Ein Unternehmen kauft die Plattform und die Nutzerdaten, betreibt sie aber anders: andere Regeln, andere Preise, vielleicht ein anderes Produkt. Die Datenschutzrichtlinie von Character.AI erlaubt, dass Nutzerdaten bei einem Verkauf von Vermögenswerten an einen Käufer übergehen. Die Generalstaatsanwälte wollen, dass jeder Nutzer vorher die Möglichkeit bekommt, seine Daten zu löschen.

Stand 14. Oktober hatte niemand angeboten, die Plattform oder die Nutzerdaten zu kaufen. Damit ist der zweite Ausgang das Standardszenario, falls sich bis zum 20. November kein Bieter meldet.

Drei mögliche Ausgänge des Verkaufs von Character.AI: Ein Käufer führt die Plattform weiter, ein reiner Lizenzverkauf mit anschließender Abschaltung oder ein Käufer übernimmt App und Nutzerdaten und baut sie um
Mögliche Ausgänge der Auktion im November 2026. Stand 14. Oktober gab es kein Gebot für die Plattform.

Was mit deinen Chats und persönlichen Daten passiert

Laut den Gerichtsunterlagen gibt es rund 163 Millionen aktuelle und ehemalige Nutzer. Das Unternehmen sagt, Nutzer seien im Verfahren keine Gläubiger. Es will Hinweise in seinem Blog, auf der Website des Forderungsverwalters (Claims Agent) und in der App veröffentlichen. Jeden Nutzer per E-Mail zu informieren, wäre laut Unternehmen zu teuer (PPC Land).

Disneys Gebot schließt Nutzerdaten aus. Ein anderer Bieter könnte trotzdem dafür bieten. Character.AI erklärt, deine Informationen seien „weiterhin durch unsere Datenschutzrichtlinie geschützt“. Diese Richtlinie erlaubt aber die Übertragung von Daten beim Verkauf von Unternehmenswerten und sagt nicht, welche Daten betroffen sind.

Deshalb haben sich Generalstaatsanwälte aus 39 Bundesstaaten und Washington, D.C. schon am zweiten Tag in das Verfahren eingeschaltet. Ihr Schriftsatz nennt neun Bedingungen für jeden Käufer, darunter:

  • Altersprüfungen, die sich nicht allein auf ein selbst angegebenes Geburtsdatum stützen;
  • Minderjährige von offenen Chats fernhalten;
  • Charaktere entfernen, die sich als Therapeuten, Ärzte, Anwälte oder andere zugelassene Fachleute ausgeben;
  • Grenzen für die Nutzung von Chatinhalten für Training oder Werbung ohne wirksame Einwilligung;
  • die Möglichkeit für jeden Nutzer, seine Daten vor einem Verkauf zu löschen.

Die Bundesstaaten haben sich außerdem vorbehalten, einen Consumer Privacy Ombudsman zu beantragen, also eine unabhängige Ombudsperson für Verbraucherdatenschutz, die prüft, wie bei einem Verkauf im Insolvenzverfahren mit personenbezogenen Daten umgegangen wird (PPC Land). Die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James formulierte es so: „Dieses Unternehmen hat einige der privatesten Gedanken gesammelt, die Kinder je geteilt haben“ (Reuters).

Wenn du in der EU oder im Vereinigten Königreich lebst, gibt dir die DSGVO (GDPR) das Recht, eine Kopie deiner Daten zu bekommen und sie löschen zu lassen. Die regionalen Datenschutzhinweise von Character.AI erlauben dir außerdem, der Nutzung deiner Daten für das Training der Modelle zu widersprechen.

Was du jetzt tun solltest: eine Checkliste

  1. Beantrage noch heute einen Datenexport. Im Web: dein Profil, Settings, Account, Manage Account & Data, Export Data. In der App: dein Profil, das Einstellungssymbol, dann Export Data unter Legal & Privacy. Laut Hilfeseite von Character.AI kann das drei bis vier Wochen dauern. Der Download-Link kommt per E-Mail und läuft nach sieben Tagen ab, behalte also dein Postfach im Blick (Notebookcheck). Ein Antrag von Mitte Oktober sollte Anfang bis Mitte November ankommen, also vor der Auktion.
  2. Sichere die wichtigen Chats zusätzlich von Hand. Die Hilfeseite sagt nicht, ob der Export deine Unterhaltungen enthält. Kopiere die wichtigsten in ein Dokument oder mach Screenshots.
  3. Sichere deine eigenen Charaktere. Wenn du einen Charakter erstellt hast, öffne ihn im Bearbeitungsmodus und kopiere Name, Begrüßung, Beschreibung und Definition in eine Textdatei. Das reicht, um ihn in einer anderen App neu aufzubauen.
  4. Lösch deinen Account nicht, bevor der Export da ist. Die Löschung lässt sich nicht rückgängig machen, und die Chats sind dann mit weg.
  5. Prüfe, wie du bezahlst. Die Abrechnung läuft vorerst unverändert weiter, und das Unternehmen hat versprochen, Änderungen an kostenpflichtigen Funktionen vorher anzukündigen. Ein Abo, das du über den App Store oder Google Play abgeschlossen hast, musst du dort kündigen; das Löschen des Accounts beendet es womöglich nicht. Nutzer sind im Verfahren keine Gläubiger, deshalb ist jetzt ein schlechter Zeitpunkt, um einen langen Tarif im Voraus zu bezahlen.
  6. Wenn deine Daten nicht Teil eines Verkaufs werden sollen, lösch den Account, sobald der Export angekommen ist.
  7. Behalte die Termine im Blick: 20. November (Frist für Gebote), 24. November (Anhörung zum Verkauf) und 17. Dezember (Disneys Frist). Neuigkeiten erscheinen im Blog von Character.AI und auf der Fallseite bei Stretto, wo die Gerichtsdokumente veröffentlicht werden.

Falls Character.AI schließt: wohin, je nachdem, was du brauchst

Character.AI verband eine riesige Bibliothek mit Charakteren von Nutzern, eine kostenlose Version und einen Filter, der Romantik auf PG-13-Niveau hielt. Keine einzelne App ersetzt das alles, also wähle danach, wofür du es genutzt hast. Unseren ausführlichen Vergleich findest du unter Character.AI-Alternativen: 9 Apps im Test. Der Herausgeber dieser Website entwickelt Nika und Sebastian.

Eine große kostenlose Bibliothek mit Community-Charakteren: Talkie oder Chai. Am nächsten am Stöbern auf Character.AI. Chai rationiert die kostenlose Nutzung und hat im Januar 2026 den kostenlosen Zugang in mehr als 20 Ländern gesperrt.

Eigene Charaktere auf offenen Modellen: Janitor AI. Ein kostenloses eingebautes Modell, kein API-Schlüssel nötig, Janitor+ für 12,99 US-Dollar im Monat. Ein gutes Zuhause für die Definitionen, die du gesichert hast.

Langes Gedächtnis und Sprachanrufe: Nomi oder Kindroid. Erinnerungen, die wochenlang halten, Anrufe in Echtzeit, 13,99 bis 15,99 US-Dollar im Monat.

Eine Begleiterin, die sich an dich erinnert, und eine Beziehung, die sich entwickelt: Nika. 31 Beziehungsstufen, die steigen und fallen, je nachdem, wie du sie behandelst. Drei Gedächtnisebenen, darunter bis zu 10 Schlüsselfakten pro Geschichte, die du lesen, bearbeiten und anpinnen kannst. Ein Szenario-Editor in acht Schritten, in den du die gesicherte Begrüßung und Beschreibung einfügen kannst, ein Charakter-Konstruktor mit Kacheln, mehr als 20 offizielle Geschichten und Hunderte aus der Community. Nika läuft als Android-App, im Browser und in Telegram, und der Einstieg ist kostenlos. Nika ist nur für Erwachsene ab 18. Wo Nika schwächer ist: Millionen von Community-Charakteren findest du hier nicht, nur Hunderte Geschichten.

Wenn du unter 18 bist: Character.AI hat offene Chats für dich bereits geschlossen, und jede Companion-App auf dieser Liste ist für Erwachsene.

Nika-Charakter-Konstruktor, Schritt Persönlichkeit: Name, Archetyp und EigenschaftenNika-App: Bereich Gedächtnis mit angepinnten und bearbeitbaren Fakten über den Nutzer
Der Charakter-Konstruktor und der Bereich Gedächtnis mit Schlüsselfakten, die du bearbeiten und anpinnen kannst.

Häufige Fragen

Wird Character.AI eingestellt?

Noch nicht. Website und Apps funktionieren, Abos werden wie gewohnt abgerechnet. Das Unternehmen sagt, es werde die Plattform einstellen, wenn der Verkauf keinen Käufer bringt, der sie weiterbetreiben will. Klarheit sollte es bis zur Anhörung zum Verkauf geben, die für den 24. November 2026 vorgeschlagen ist.

Hat Disney Character.AI gekauft?

Nein. Disney hat 20 Millionen US-Dollar für eine nicht exklusive Lizenz an einem Teil der Technologie und des geistigen Eigentums geboten und den ehemaligen CEO sowie viele der Ingenieure eingestellt. Die App, die Accounts und die Chats sind nicht Teil des Angebots.

Werden meine Chats gelöscht oder verkauft?

Wird die Plattform eingestellt, gehen nicht exportierte Chats verloren. Übernimmt ein Käufer die Plattform, können deine Daten mit übergehen, im Rahmen der Datenschutzrichtlinie und der Auflagen, die das Gericht festlegt. Exportiere jetzt, was du behalten willst, und lösch danach deinen Account, wenn deine Daten nicht Teil eines Verkaufs werden sollen.

Bekomme ich mein Geld für c.ai+ zurück?

Ein Erstattungsprogramm wurde nicht angekündigt. Die Abrechnung läuft unverändert weiter, und das Unternehmen verspricht, Abonnenten vor Änderungen an kostenpflichtigen Funktionen zu warnen. Nutzer sind im Verfahren keine Gläubiger. Für Käufe über den App Store und Google Play gelten die Erstattungsregeln dieser Stores.

Warum ist Character.AI pleite?

Nach eigenen Angaben verlor das Unternehmen 8 bis 9 Millionen US-Dollar im Monat, durch Rechtskosten, Rechenleistung und Personal. 2024 hörte es auf, eigene Modelle zu entwickeln, und im November 2025 verlor es einen Teil seines Publikums, als es offene Chats für Minderjährige schloss.

Wie lange dauert ein Datenexport bei Character.AI?

Laut Hilfeseite drei bis vier Wochen. Der Link in der E-Mail läuft nach sieben Tagen ab.

Kann ich meine Charaktere in eine andere App mitnehmen?

Nicht automatisch. Es gibt kein Exportformat, das andere Apps importieren können. Wenn du den Charakter erstellt hast, kopiere Begrüßung, Beschreibung und Definition aus dem Bearbeitungsbildschirm und füge sie in den Charakter-Editor einer anderen App ein, etwa bei Janitor AI oder in Nikas Szenario-Editor.

Kauft Google Character.AI zurück?

Nichts deutet darauf hin. Google taucht im Verfahren als größter ungesicherter Gläubiger mit Forderungen von rund 4,15 Millionen US-Dollar auf und wurde nicht als Bieter gemeldet.

Fazit

Character.AI ist noch online und steht zum Verkauf. Das einzige Gebot bisher kommt von Disney und umfasst die Technologie und die Leute; die App gehört nicht dazu. Wenn sich bis zum 20. November kein anderer Käufer meldet, wird die Plattform wahrscheinlich gegen Jahresende eingestellt. Beantrage heute deinen Datenexport, kopiere die Charaktere und Chats, die dir wichtig sind, und bezahl nichts im Voraus.

Wenn dir vor allem eine Figur fehlen wird, die sich an dich erinnert, und eine Beziehung, die sich mit der Zeit verändert, probier Nika aus: im Browser oder in Telegram. Der Einstieg ist kostenlos, und Nika ist nur für Erwachsene.

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